Mal wieder hab ich ordentlich Zeit für euch und mal wieder hab ich alles vergessen, was ich euch schrieben wollte. Und nein leider steht nix in meinem Kalender, weil ich den länger nicht benutzt hab. Irgendwie konnte ich mich nicht durchringen und irgendwie hatte ich auch nie wirklich Zeit. Ok Ausrede, aber immer wenn ich dann mal Zeit hab, dann mag ich mich nicht vor mein Tagebuch setzten und alles aufschrieben. Ich mach das immer, wenn ich es überhaupt mache, abends vorm schlafengehn oder morgends, nachdem alles erledigt ist.
Highlights diese vergangenen Tage waren: mein erster Sprung in den Pool, erste Elefantensichtung (wo ich leider nicht dabei war! Son Mist), eine geplante Vollmondwanderung (die zum Vollmond Drive umfunktioniert wurde) und eine Bush-Hochzeit!!
Im Pool war ich mittlerweile schon zum 2. Mal. Wobei das 2. Mal um einiges kälter war als das erste Mal. Komischerweise. Das Wasser ist nicht zu vergleichen mit Mallorca-Standart im Sommer, Hier ist es allerdings die beste Erfrischung, die es gibt. Danach kann man sich in so wunderbar riesige Tücher kuscheln und in die Sonne setzen. Nicole und ich sind am Montag das erste Mal reingehüpft, als alle Gäste auf Game Drive waren und wir den Pool ganz für uns hatten. Sooo schön!
Das mit dem Elefanten war Pech. Eigentlich wollte ich mit auf den Bush Walk am nächsten Morgen. Jeder weiß, dass ich sowieso sehr schlecht aus dem Bett komme und dann auch noch morgends um 6.00 Uhr. Also hatte ich mich durchgerungen mal wieder extra früh aufzustehen und auch schon innerlich darauf vorbereitet, mitzugehen. Leider stellte sich aber schon am Abend vorher heraus, dass schon zu viele Leute gehen wollten. Und da Gäste natürlich Vorrang haben, musste ich zu Hause bleiben. Also kein frühes Aufstehen, was jetzt nicht unbedingt schlecht ist... . Statt dessen hab ich den Frühstückstisch gedeckt und gewartet, dass alle wieder kommen. Als sie dann erzählt haben, dass sie den ersten Elefanten gesehen haben, hab ich mir ganz schön in meinen Popo beißen können. Aber gut. Ich hab ja Zeit.
Die Vollmondwanderung kam nur zustande, weil einige der Gäste beim Abendessen gesagt haben, dass sie gerne am nächsten Morgen auf einen Bush Walk gehen möchten. Da hab ich Steve gefragt, ob wir nicht noch in dieser Nacht gehen könnte, weil doch Vollmond ist. Das wäre dann schon mein 2. Walk bei Vollmond gewesen. Steve hat gesagt ok machen wir und ist gleich nach dem NAchtisch entschwunden und hat seine Sachen zusammen gesucht. Gewähr und sowas. Kaum war er weg, fingen die Löwen an zu brüllen. Aber nicht son Mitzekatzebrüllen. Richtig laut und ganz schön unheimlich. Gefühlte 10 m entfernt. Steve hat dann gesagt, nix mit Bush Walk, alle auf den Landrover, wir fahren hin. Alle sind wie die Gestochenen zu dem blöden Landrover gehetzt. Ich bin noch in mein Zimmer und hab ne Jacke und meine Mütze geholt, was sich asl ziemlich klever herausgestellt hat. Wir sind dann also mit Vollspeed in Richtung Löwengebrüll gefahren und haben die Jungs auch tatsächlich gefunden. Noch auf Toro Yakas Gelände langen 2 große Männchen, ein ausgewachsenes Weibchen und 3 jüngere Männchen. Als wir angekommen sind, sind die alle noch ein bisschen rumgelaufen und haben hier ein bisschen geschnüffelt und da ein bisschen hingehört, alles sehr aufregend. Dann irgendwann haben sie sich alle hingesetzt/-legt und sich nicht mehr gerührt. Für bestimmt eine halbe bis 3/4 Stunde. Macht mir ja eigentlich nix aus. Das Problem war nur, dass es so saukalt wurde. Und ich war so froh über meine Mütze und meine 2. Jacke. Irgendwann hat Steve einfach mal den Motor gestartet und ist ein Stück vor- und zurück gerollt und schon fingen die Löwen wieder an zu brüllen. Direkt neben unserem Auto. Das war einfach Wahnsinn. Danach hatten sie dann in eine Art Kuschelanfall. Alle 3 Youngsters und die Mutter haben ihre Köpfe aneinander gerieben, sind übereinander gerollt und haben einfach ein bisschen die Familienbindung gestärkt. Und wir saßen direkt daneben, vielleicht 5m entfernt. So schön. Um 23.30 Uhr sind wir dann endlich nach Hause gefahren und ich bin um 0.00 Uhr todmüde ins Bett gefallen, mit dem Wissen, dass ich nur 6,5 Stunden schlafen darf *meh*.
Die Bush-Hochzeit war das absolute Highlight diese Woche.
Am Sonntag sind 11 Holländer in Amukela (Nachbar Lodge) eingefallen. Da da aber nur Platz ist für 8 wurden 3 bei uns einquartiert. Keine Vorurteile bitte, das sind alles sehr liebe Menschen. Und kein Aber.
So also, die sind alle am Sonntag angekommen. Alle in Amukela und Steve ist rüber gefahren, um unsere Gäste abzuholen. Wiedergekommen ist er dann mit allen 11. Alle wollten Toro Yaka anschauen und natürlich waren alle total begeistert und fanden Toro Yaka viel viel schöner als Amukela. Man muss dazu sagen, dass Amukel nur fast die Hälfte pro Nacht kostet und Nur Frühstück und Abendessen macht. Außerdem sind die Klos und Duschen in den extrem kleinen Zimmern nur mit Bambuswänden abgetrennt sind. Man sitzt also auf dem Klo und kann seinen Zimmergenossen beim schlafen zuschauen. Und anders herum natürlich auch! So, diese netten Menschen sind also alle nach Toro Yaka gekommen und haben sich unsere schönen Zimmer angeschaut und den Pool bewundert und das Baumhaus erklummen und die Bar geplündert und haben ihre komischen Zimmer in Amukela noch nicht mal gesehen. Traurige Angelegenheit, aber was soll man machen. Einer der Gäste, der hier bei uns geblieben ist, hat zu mir gesagt: "Na also hier ist aber schon um einiges schön er oder?" Was soll man da sagen? Ja klar Amukela ist runtergekommen und die Eigentümer kommern sich nen Dreck, wie Leute ihre Zimmer finden? Keine gute Antwort! Naja das war das erste Erlebniss mit der Hochzeitsgesellschaft. Es folgten noch einige andere, die ich eben schin beschrieben hab, aber das Beste war natürlich die Hochzeit.
Iris, die Braut, wollte unbedingt im Busch und in weiß heiraten. Das Eine schließt das Andere natürlich nicht aus, aber man kann sich vorstellen, wie das Kleid nach der Hochzeit aussah. Geheiratet wurde mitten in der Wildniss. Keine Zäune, keine Häuser oder Straßen, nur ein großer Baum und ein trockenes Flussbett. Steve hatte den Platz schön mit Steinen und Blättern hergerichtet und hat ein paar Stühle hingestellt. Mit dem Baum und der Sonne sah das wunderschön aus. Ro, der Bräutigam, stand unter dem Baum und wartete auf Iris, die natürlich zu spät kam... . SIe ist mit ihrme Daddy und ihrer Schwester, die die Mega-Schläppe tragen musste, durch das Flussbett gekommen, das ein wenig unterhalb des Baumes lag. Iris hatte das wunderschönste weiße Kleid an, das ich je gesehen habe. Ohne Träger, mit richtig schöner, langer Schleppe und schönem Schleier. Ich musste sie die ganze Zeit anstarren, weil ich das Kleid so schön fand. ich glaub meins soll auch so aussehen. Ok an alle Herren, die das hier jetzt nicht so interessiert hat: Tut mir leid, aber das musste ich leider los werden!
Mehr gibts von der Hochzeit eigentlich nicht zu erzählen. Also schon ,aber an sitz ich morgen noch hier und da hab ich keine Lust zu.
Noch einen kleinen Nachtrag zu meiner Tollpatschigkeit: Ich bin gestern barfuss ein bisschen zu schnell gerannt und hab mir dabei den Zeh so bescheuert umgeknickt, dass er jetzt blau angelaufen ist und sowas von weh tut, dass ich heute morgen shconb wieder nicht mit auf den Game Drive konnte. Nur so nebenbei!
Morgen sind es noch 51 Tage, dann bin ich wieder zu Hause!
Ganz liebe Grüße an alle!
franzi
P.S.: Neue Bilder im Studie! Gleiches Album ab Seite 3!